Norddeutsche Hausbesitzer Zeitung

Full length of a middle aged couple sitting in armchairs with newspaper and laptop at home

 

Die Norddeutsche Hausbesitzer Zeitung wird seit 119 Jahren gern gelesen. Besonders nach der aktuellen Umgestaltung. Jedes Mitglied erhält sie einmal im Monat kostenlos. Sie informiert über wohnungspolitische, wirtschaftliche und rechtliche Themen. Und sie transportiert Ihre Interessen gegenüber Politik und Behörden. Bei einer Auflage von über 67.000 Exemplaren gehört sie zu den großen wohnungswirtschaftlichen Zeitungen in Deutschland. Nicht nur Politik spielt eine Rolle. Vom Dach bis zum Garten finden Haus- und Wohnungseigentümer viele praktische Tipps und Anregungen.

Die Ausgaben der NHZ finden Sie in dem Mitgliederportal.

 

Eine Leseprobe finden Sie hier!

Januarausgabe

 

Neulich mussten wir Fragebögen zum Thema Arbeitsschutz ausfüllen. Zum Beispiel zu so Fragen, welche öffentliche Einrichtung man zur Hilfe holen könnte, wenn es brennt. Immerhin durften wir das Online und im Homeoffice machen. Sowas scheint neuerdings in allen Unternehmen Vorschrift zu sein, das mit dem Fragebogen. Für Homeoffice gab es eine solche Vorschrift bisher nicht. Sonst wären noch mehr Arbeitnehmer zuhause geblieben und der Bundesarbeitsminister mit dem heroischen Namen hätte sich durchgesetzt. Wie es die Vernunft in der Politik schließlich immer tut. Gemütlich-krummrückig am häuslichen, ungenormten Schreibtisch und wegen der Sichtbehinderung durch die Lockdown-Matte viel zu dicht am Bildschirm sitzend, können wir allerdings klug reden. Denn Online bekommt man keine Mettwurst in den Darm, kein Haus gebaut, ja nicht einmal einen anständigen Baumangel produziert. Wenigstens wissen wir seit der Fragebogenaktion zum Arbeitsschutz, wie wir die Arbeit vor uns schützen können, indem sie für sowas ein paar Stunden liegen bleibt.

 

Wenn alle zuhause bleiben, braucht keiner die ganzen E-Roller mehr, die überall auf den Gehwegen herumlagen. Stürzen kann man darüber im Moment ebenso wenig, wie unser Verkehrsminister über seine beispiellose Amtsführung. Dabei wollte er uns mit der Zulassung dieser rollenden Frühstückbretter nur hellsichtig darauf vorbereiten, eventuell einen 15-Kilometer-Lockdownradius einhalten zu müssen. Übrigens Genie: Den Intelligenzquotienten des abgewählten US-Präsidenten und seiner grenzdebilen Sturmtruppen kann man an den Fingern der Hand eines leichtsinnigen Sägewerkmitarbeiters abzählen. Ist wohl doch ganz gut, wenn wir uns hierzulande mit Fragebögen zum Arbeitsschutz beschäftigen.

 

Volker Sindt

Januar

 

1. Schneebälle gibt es auch noch im Februar, besonders haltbare im Garten mit dem Kissenschneeball Viburnum davidii aus Westchina, einem zwergigen Gehölz mit roten, knospigen Blütenständen in Trugdolden, wenn sich der Winter verabschiedet oder der Frühling noch nicht ganz da ist. Wer etwas Besonderes mit immergrünen, ledrigen Blättern sucht – hier ist es.

 

2. Liguster ist immer noch ein beliebtes Gehölz für niedrige und mittelhohe Hecken bis 120 cm. Viel höher sollte eine Ligusterhecke nicht werden, weil Liguster nicht sehr standfest ist. Außerdem halte man ihn gut in Schnitt. Mindestens zweimal zwischen Frühjahr und Herbst ist zu schneiden, damit die Hecke dicht bleibt.

 

3. Wilde Rosen bereichern Gärten so gut wie gezüchtete Sorten. Arten wie Rosa rubiginosa, bekannt als Apfelrose, Weinrose, Schottische Zaunrose, eignet sich gut für Rosenhecken um naturnahe Gärten. Rosa, ungefüllten Blüten folgen scharlachrote Früchte, die sich lange halten. Die Sträucher werden 2,50 m hoch.

 

4. Kiefern haben auf leichteren Böden sehr unter der zunehmenden Trockenheit zu leiden. Sie verdursten regelrecht. Etwas anders verhält es sich mit der Kiefernschütte, einer Krankheit, die von einem Pilz hervorgerufen wird. Schon im Winter, meist im Frühjahr bekommen die Nadeln braune Flecken, trocknen und fallen ab. Bei Verdacht, dass es sich um Kiefernschütte handelt, wende man sich an das zuständige Pflanzenschutzamt und bitte um Rat.

 

5. Kissenprimeln sind gern bereit, schon im Februar Farbe in den Garten zu bringen. Dafür sorgen vor allem vorgezogene Exemplare, die man in Stein- und Vorgärten setzt, in Töpfe, Schalen, Kästen.

 

6. Frühjahrszeit ist Umtopfzeit für Zimmerpflanzen, bedeutet jedoch nicht, dass unbedingt jährlich umgetopft werden müsste. Umgetopft muss werden, wenn die betreffende Pflanze förmlich aus dem Topf herauswächst oder der Topf keinen Platz mehr hat für alle Wurzeln. Größeren, älteren, schweren Pflanzen in Kübeln verabreiche man ausreichend Nährstoffe, damit sie sich weiter gut entwickeln.

 

7. Apfelsorten, die sich im Naturlager, sprich kühlen Keller lange halten, sind wertvoll für alle, die sich gern selbst mit Äpfeln versorgen möchten. Solche Sorten wären zum Beispiel ‘Bohnapfel‘, ‘Altländer Pfannkuchen‘ oder ‘Boskoop‘. Pflanzung im Februar.

 

8. Feldsalat kann man auch im Frühjahr säen, am besten im Kleingewächshaus möglichst früh vor Kultur von Tomaten, Gurken oder dergleichen.

 

ij

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