07.06.2023 | Kiel | Aktuelles

Haus & Grund Kiel sieht in geplanter Stärkung der KiWoG „Steuerverschwendung mit Ansage“

Grüne und SPD in Kiel haben ihr gemeinsames Sondierungspapier für die kommende Wahlperiode vorgelegt. Manches darin mag „noch allgemein gehalten, manches bereits sehr konkret“ formuliert sein, um die SPD-Kreisvorsitzende Gesine Stück zu zitieren. Ein Thema ist aus Sicht von Haus & Grund Kiel schon jetzt vor allem eines: ein großes Ärgernis.

 

Die Pläne im Bereich „Sozialer Wohnraum“ kommentierte Dr. Philipp Pries, Leiter Kommunikation & Marketing von Haus & Grund Kiel, folgendermaßen:

 

„Die Aussage, der nach die städtische Wohnungsgesellschaft mehr Einfluss auf den gesamten Wohnungsmarkt nehmen soll, indem sie mehr Eigentum übernimmt, lässt Schlimmes befürchten. Zu glauben, durch eine noch bessere finanzielle Ausstattung der KiWoG zur Verbesserung der Wohnraumversorgung in Kiel beizutragen, ist ein Irrtum. Die Zielsetzung, mehr Wohnungen in den Bestand holen zu wollen, darf als „Steuerverschwendung mit Ansage“ betrachtet werden. Denn wie will man das erreichen, ohne auf dem engen Markt andere wirtschaftlich erfolgreichere Akteure zu verdrängen? Jeder Eigentumsübergang zwischen Privatleuten führt üblicherweise dazu, dass anderswo eine Wohnung frei wird. Diesen Sickereffekt würde jeder einzelne künstliche Eingriff der Kieler Wohnungsgesellschaft in den Markt nach und nach zum Erliegen bringen. Der Verbesserung der Wohnraumversorgung wäre damit ein weiterer Bärendienst erwiesen.“